Jahresrückblick

Ein Blick in die Fernsehzeitung (oder ein entsprechendes Onlinemagazin) verrät es, es ist die Zeit der Jahresrückblicke. Der eine oder die andere möchte vielleicht auch einen persönlichen Jahresrückblick machen. Der Dezember, vor allem die „staade Zeit zwischen den Tagen“ eignet sich besonders gut für eine achtsame Rückschau auf das vergangene Jahr.

Warum achtsam?

Der Jahresrückblick ist nichts, was man mal eben schnell im Vorbeigehen macht. Ich schlage sogar vor Deine Überlegungen und Ergebnisse aufzuschreiben, am besten in ein Tagebuch falls Du eines hast (wenn nicht: das wäre eine gute Gelegenheit). Du nimmst Dir bewusst Zeit dafür und wendest damit automatisch zwei der 3 Grundprinzipien an. Der springende Punkt ist das dritte Grundprinzip: Nicht werten. Das sieht nach einem Widerspruch aus – Du möchtest ja schliesslich auch wissen ob das Jahr ein „gutes“ Jahr war. Das geht nicht ohne zu werten!?!?

Werten oder nicht werten?

Das dritte Grundprinzip lautet ausführlich „Nicht vorschnell werten“. Und genau darauf kommt es an – trenne die Beurteilung von der Betrachtung. Du wirfst einen Blick auf einzelne Dinge, die im vergangenen Jahr passiert sind. Lass dir Zeit dabei und überlege dir zuerst was passiert ist. Welche körperlichen Empfindungen hattest du in der Situation? Versuche auch, dich an Geruch, Geschmack und taktile Empfindungen zu erinnern. Erst dann machst du eine bewusste Bewertung. Wie hat es sich angefühlt? Ist es gut ausgegangen? Hat es Dich weitergebracht?

Wenn du einen schriftlichen Jahresrückblick machst, dann trenne dabei bereits zwischen Beobachtung und Bewertung. Aus der Bewertung ergeben sich dan auf deine Vorhaben und Vorsätze für das neue Jahr. Hier ein paar Vorschläge, worauf Du beim Jahresrückblick achten könntest:

Was ist Dir dieses Jahr gut gelungen?

Achte hier auch auf Kleinigkeiten und überlege was Du davon mit in’s neue Jahr nehmen und weiterentwickeln möchtest.

Was ist dieses Jahr in die Hose gegangen?

Du hast es zumindest versucht! Möchtest Du im neuen Jahr einen neuen Versuch wagen?

Bereust Du etwas?

Hast Du zum Beispiel eine Chance verpasst, die sich Dir im neuen Jahr noch einmal bieten könnte?

Was hast Du gelernt?

…und was möchtest Du im neuen Jahr lernen?

Wie haben sich Deine Ziele entwickelt?

Hast Du Dein gesetztes Jahresziel erreicht? Wie siehst Du Dich in einem, fünf bzw. Zehn Jahren?

Das neue Jahr

Aus dem Jahresrückblick ergibt sich ja immer auch ein Ausblick auf das neue Jahr. Wende für den Ausblick die selben Achtsamkeits-Prinzipien an, wie für den Rückblick.  Falls Du im neuen Jahr achtsamer leben möchtest, dann übe einfach regelmäßig den Breathing Space.

Und denk dran in einem Jahr wieder einen Rückblick zu machen…

teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.